Schattenmänner

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Mein Spiegelbild legt mich in Ketten, bin weder schwarz noch weiß, bin weder groß noch klein, ganz kaputt, wer will ich sein? Ich neige meinen Kopf nach links und das Spiegelbild tut es mir gleich, doch was tust du Spiegelbild, wenn ich dich in der Mitte entzwei?

 

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Am Ende eines Tunnels ist immer Licht, durch die Schattenmauern gelangst du bis ans Ende der Zuversicht. Helligkeit für diese Finsternis. Aber was machst du wenn am Ende des Tunnels die Angst auf dich wartet, dir den Lauf auf die Brust drückt, Auge um Auge.

 

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Im Schatten des Dezemberdunkels laufe ich auf der stetigen Suche nach Sonnenlicht, Helligkeit für diese Finsternis, Krieg der angeschlagenen Stunden, verzehren eines jeden Gedankens, streben eines jeden Wortes, nicht-ernst-nehmen eines jeden Satzes. Immer auf der Suche nach Wahrheit in den Lügen, nacht Echtheit im Betrug, nach Wasser vom vielen durstig sein.

 

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Würdet ihr uns verrückt nennen, wenn ihr uns wirklich kennt? Der Fremde ist immer ein Geheimnis, ein Zwielicht, ein Bösewicht. Denn selbst im Tageslicht erkennst du ihn nicht , denn was ist schon kennen? Wissen? Wissen etwas über einen zu wissen? Gibt es etwas zwischen Teufel und Wahnsinn? Tretet näher, in die Manege der Finsternis – ein Phantom des Ganzen, was bleibt wenn man von allem alles Menschliche subtrahiert?